Das Fertighaus als Niedrigenergiehaus

Sozusagen permanent an Bedeutung gewinnt das Energieverhalten eines Hauses. Zu einem immer wichtigeren Kriterium für jeden Käufer oder Bauherren wird der tatsächliche Energieverbrauch eines Hauses mit jeder Preiserhöhung für den Strompreis, Heizölpreis oder Gaspreis. Dass sich zukünftig durch die eingesparten Energiekosten eines Niedrigenergiehaus trotz der höheren Herstellungskosten bis zu über einem Drittel des Gebäudepreises finanzieren lässt, davon muss nach aktuellen Einschätzungen zur Entwicklung der Energiepreise ausgegangen werden. Deshalb lohnt es sich durchaus, dass man sich dem Thema Niedrigenergiehaus dementsprechend widmet.

Sein Fertighaus bezeichnet jeder Hersteller oder Anbieter gern als Energiesparhaus beziehungsweise Niedrigenergiehaus. Da beide Begriffe rechtlich jedoch nicht eindeutig definiert sind, hat diese Aussage für sich allerdings kaum Substanz. Dass ein modernes Fertighaus in Holzbauweise durch seine gute Wärmedämmung einem vergleichbaren Haus in massiver Bauweise in Bezug auf den Energieverbrauch oft deutlich überlegen ist, kann aber mit Fug und Recht behauptet werden. Wenn ein Haus das aktuelle, gesetzlich geforderte energietechnische Anforderungsniveau (EnEV) unterschreitet, kann es grundsätzlich als Niedrigenergiehaus bezeichnet werden.

Denn die ältere Heizanlagenverordnung und die Wärmeschutzverordnung wurden mit Wirkung vom 1.2.2002 zu einer gemeinsamen Verordnung verknüpft. Seit dem 1.7.2007 ist eine überarbeitete Fassung gültig, nachdem die erste gemeinsame Verordnung bereits im Jahr 2004 modifiziert wurde. Die neue, überarbeitete Fassung berücksichtigt auch die aktuelle EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, die EnEV 2007.

Auf die Energiebilanz eines Gebäudes bezieht sich dabei die Kernaussage der Verordnung. Nicht nur der Energiebedarf eines Hauses wird hier berücksichtigt. Dabei definiert man den Energiebedarf als die zur Deckung des Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs benötigte Energiemenge, einschließlich der Verluste der Anlagentechnik. Es wird auch der für den Laien abstrakte Begriff des primären Energiebedarfs in den Fokus gerückt. Bei diesem Energiebedarf werden auch die Verluste, die von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle über Aufbereitung und Transport bis zum Gebäude und der Verteilung und Speicherung im Gebäude anfallen, berücksichtigt. Höchstwerte des primären Jahres-Energiebedarfs schreibt die EnEV für Neubauten vor.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie bei einem der vielen Energieberater. Diese helfen Ihnen im Vorfeld einen Durchblick zu erhalten, um bei der Entscheidung für das richitige Haus die richtige Entscheidung zu fällen.

 
 
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